Herausforderung

Viele Geflüchtete bringen Fähigkeiten und persönliche Ressourcen mit und sind sehr motiviert sich einzubringen und zu arbeiten. Dennoch treten in der Praxis auf dem Weg in die Ausbildung/Arbeit jedoch einige Vermittlungshemmnisse auf. Besonders betont wird:

  • Aufgrund verschiedener psychosozialer Herausforderungen, traumatisierender Erlebnisse, mangelnder Deutschkenntnisse, aber auch unzureichender Vorbildung verfügen Geflüchtete nicht über ein ausreichendes Leistungsniveau, um eine anspruchsvolle Ausbildung zu absolvieren.
  • Geflüchtete weisen oft nur „informelle Bildung“ vor. Ihr Leistungsstand ist nicht transparent. Betrieben fehlen adäquate Kriterien, um eine einfache (also kostengünstige und nicht zeitintensive) und faire Auswahl zu treffen.
  • Generell fehlen Maßnahmen, um den Schritt von Schule zu Ausbildung zu meistern. Angebote zielen i.d.R. auf Nachhilfe für Schüler oder Auszubildende ab. Weiterhin besteht ein Mangel an adäquaten und expliziten Qualifizierungsmaßnahmen für Personen über 30 Jahren.

Hier setzt P3 an:

Wirkungsziele von P3 sind die Aktivierung, Stabilisierung und Qualifizierung der Teilnehmer. Dabei wird die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer erhöht und ihr Leistungsstand transparent gemacht. Die Besonderheit von P3 ist, dass die Teilnehmer ab dem ersten Tag unter Anleitung praktische Arbeiten durchführen. Dadurch werden neben fachpraktischen und theoretischen Kompetenzen auch die „deutsche“ Arbeitskultur und Sprache vermittelt. Durch begleitete Praktika in Kooperationsbetrieben wird die Brücke zur Arbeitswelt gespannt, welche zur Ausbildung und einer erfolgreichen Integration in unsere Gesellschaft führt.

Erfolg:

Seit Umsetzungsstart des Projekts konnten wir bereits 1/3 unserer Teilnehmer erfolgreich in eine Ausbildung vermitteln.