Vision

"Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch in Freiburg erlebt, dass er gewollt, begabt und geliebt ist."

Wir arbeiten für eine Gesellschaft mit hoffnungsvollen, aktiven und gesunden Mitgestaltern und Mitgestalterinnen. Eine Gesellschaft, in der Menschen sich ihres unveräußerlichen Wertes bewusst sind und ihre Gaben aktiv einbringen. Eine Gesellschaft in der eine Kultur der Wertschätzung, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Nächstenliebe gelebt wird und erlebbar ist.

Herausforderung

Heimat-Kultur

Der Lebenslauf von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wurde unterbrochen. Sie sind herausgerissen aus ihrer Heimat. Sie haben wertvolle Beziehungen zu Freunden und Familie verloren. Gewohnte Lebensbezüge mussten sie hinter sich lassen.

Stadt-Gesellschaft-Kultur

In Deutschland treffen die Kinder und Jugendlichen auf eine unbekannte Kultur. In Flüchtlingsheimen müssen sie mit vielen fremden Menschen auf engem Raum leben. Sie sind nicht ausreichend vor Übergriffen geschützt. Sie haben kaum Privatsphäre und keinen Rückzugsort, um zu lernen oder zur Ruhe zu kommen. Die hygienischen Bedingungen sind teilweise nicht zumutbar.

"Dazwischen"

Die Kinder müssen nun neu beginnen. Gegenwart und Zukunft fühlen sich ungewiss an. Das Gefühl, „nicht dazuzugehören“ wird immer stärker.

Und wer sind diese Flüchtlingskinder denn eigentlich? Was bewegt ihr Herz? Was sind ihre Wünsche und Träume? Welche Erfahrungen bringen sie mit sich und welche Zukunftshoffnungen tragen sie in sich?

Kinder

Diese Kinder und Jugendlichen sind in erster Linie Kinder. Jedes einzelne Mädchen und jeder Junge hat das Recht darauf als ein solches wahrgenommen zu werden. Wir glauben, dass jedes Kind wertvoll, gewollt, begabt und von Gott geliebt ist.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass diese Kinder ihr Recht auf Schutz, auf eine kindgerechte Umgebung, auf Bildung und eine gute Gesundheitsversorgung wahrnehmen dürfen.

Zugleich steckt in diesen Kindern riesiges Potential – viele Gaben, Fähigkeiten und der Schlüssel zur Integration ganzer Familien.  Die Investition in diese Kinder ist richtig, wichtig und zukunftsweisend für unsere ganze Gesellschaft. Dafür setzen wir uns ein. Dafür geben wir unser Bestes.

Mission Statement

Wir glauben an das Potential in den Kindern und Jugendlichen in Freiburger Flüchtlingswohnheimen. Deshalb fördern wir diese junge Generation. Im Fokus steht die Erfahrung: „Du bist gewollt, begabt und geliebt.“ sowie der Erwerb von sozialen Kompetenzen und der Diskurs über tragfähige Werte. Geflüchtete Kinder sind wertvolle und eigenständige Persönlichkeiten mit Bedürfnissen und mit eigenen Rechten – so wie jedes Mädchen und jeder Junge auf der Welt. Sie sind in erster Linie Kinder. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen sind für die Teilnehmenden persönliche Begleiter, um Halt zu geben und die Zeit im „Dazwischen“ in Freiburg bestmöglich zu gestalten. Neben wöchentlichem Gruppenprogramm bieten wir Kunst- und Sportworkshops und Freizeitcamps an. Stadtpiraten Freiburg e.V. nimmt diese jungen Menschen in den Fokus und will ihr Leben nachhaltig positiv beeinflussen. Wir arbeiten dafür, dass unsere Teilnehmer*innen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Leitbild

Christlicher Glaube

Als Christen unterschiedlicher Konfessionen glauben wir, dass jeder Mensch von Gott gewollt, begabt und geliebt ist. Das bedeutet: Wir begegnen jedem Menschen jeder Kultur und jeder Biografie mit Liebe und Wertschätzung. Wir arbeiten stärkenorientiert, fehlerfreundlich, kreativitätsfördernd und partizipativ. Wir wollen unsere Augen vor Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen nicht verschließen, sondern praktische Hilfe leisten.

Wir verstehen unser Handeln nicht als religiöse Pflicht und distanzieren uns ausdrücklich von manipulativer oder gewalttätiger Verbreitung von Glaubensinhalten.

Der christliche Glaube stellt keine Zugangsbedingung zu unseren Angeboten dar. Wir wollen jeden Menschen unabhängig von Herkunft, Biographie, Geschlecht, Religion und Kultur gleich behandeln und ihm mit Respekt und Wertschätzung begegnen. 

Ehrenamtliches Engagement

Unsere Struktur einer breiten ehrenamtlichen Basis begünstigt Integrationsarbeit: Es findet eine unmittelbare Übertragung der praktischen Erfahrungen in den Alltag aller Beteiligten statt. Mit der Arbeit möchten wir zudem den gesellschaftlichen Diskurs über Religion und Glaube, soziale Verantwortung, Rassismus sowie über Ausgrenzung fördern. Das geschieht dann besonders gut, wenn viele Menschen involviert sind.

Unsere Mitarbeiter*innen durchlaufen einen Einführungsprozess. Dazu zählt die Teilnahme an einem Einführungsgespräch und einem Intro, bei dem grundlegende Werte und Arbeitsweisen besprochen werden. Kontinuierliche Begleitung findet im Rahmen von Schulungen und Reflexionssitzungen statt.

Wir setzen folgende Schlüsselqualifikationen voraus: Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Zuverlässigkeit, interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen sowie die Fähigkeit persönliche Grenzen zu definieren und zu kommunizieren.

Diakonisches Handeln

Mit unserer Arbeit zielen wir darauf ab, der strukturellen Benachteiligung und persönlichen Resignation der Geflüchteten in Freiburg entgegenzuwirken. Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen sehen sich mit einer enormen Bewältigungsherausforderung konfrontiert: Sie sind auf unterschiedlichsten Wegen nach Freiburg gekommen. In vielen Fällen bringen sie nicht nur eine belastende Fluchterfahrung mit sich. In der Gegenwart müssen sie oftmals mit einem unklaren Aufenthaltsstatus leben. Diese Entwurzelungserfahrung aus dem Herkunftsland und die gleichzeitig unklare Bleibeperspektive bringt eine enorme psychosoziale Herausforderung in sich. Diese Existenz im „Dazwischen“ - in Freiburg - gilt es mit den Kindern und Jugendlichen auf die bestmöglichste Art und Weise zu gestalten.

Für unser Handeln bedeutet dies: Wir begegnen den Menschen lebensweltorientiert auf persönlicher Ebene und nehmen sie in ihren individuellen Alltags- und Lebensweltbezügen wahr. Vorrangiges Ziel ist die Förderung und Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen zur Erweiterung des individuellen Handlungsspielraumes. Damit befähigen wir sie, ihr Leben aktiv zu gestalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Organisationskultur und Handlungsbausteine

Unser Handeln ist auf Nachhaltigkeit, Transparenz, Qualität und Wirkungsorientierung ausgerichtet. Unsere Mitarbeiter*innen fördern wir gabenorientiert. Die Vereinsstruktur ist geprägt von flachen Hierarchien, lebendiger Demokratie und Wertschätzung des Einzelnen.

Mit den Angeboten wird die gesellschaftliche Teilhabe der Geflüchteten gestärkt. Dabei steht der Dialog über Glaube und Religion, die Förderung von Bildung, Gesundheit, Selbstwert, sozialen und interkulturellen Kompetenzen im Fokus des Handelns. Dies impliziert auch den Erwerb von lebenspraktischer Erfahrung, Konfliktfähigkeit, sinnvoller Freizeitgestaltung und der Aufbau eines tragfähigen Beziehungsnetzwerkes.

Lebensweltorientierung

Wir begegnen den Menschen lebensweltorientiert auf persönlicher Ebene und nehmen sie in ihren individuellen Alltags- und Lebensweltbezügen wahr. Wir knüpfen bei den Heranwachsenden an vorhandene Potentiale an, stärken diese und setzen weitere Impulse für ihre Entwicklung. Vorrangiges Ziel ist die Förderung und Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen zur Erweiterung des individuellen Handlungsspielraumes. Damit befähigen wir sie, ihr Leben aktiv zu gestalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

gewollt.begabt.geliebt

Unsere Interaktion mit den Teilnehmer*innen ist von der Überzeugung geprägt, dass jeder Mensch gewollt, begabt und geliebt ist. (Ps. 29,11).

Kooperationspartner

Gemeinsam können wir viel mehr verändern als alleine. Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist fester Bestandteil unserer Arbeit: Unsere Partner sind Schulen, freie Bildungseinrichtungen, Vereine, Erlebnispädagogen und Kirchen.