Leitbild

Christlicher Glaube

Als Christen unterschiedlicher Konfessionen glauben wir, dass jeder Mensch von Gott gewollt, begabt und geliebt ist. Das bedeutet: Wir begegnen jedem Menschen jeder Kultur und jeder Biografie mit Liebe und Wertschätzung. Wir arbeiten stärkenorientiert, fehlerfreundlich, kreativitätsfördernd und partizipativ.

Stadtpiraten Freiburg e.V. versteht sich als Verein, dessen Handeln aus dem christlichen Menschenbild motiviert ist. Wir wollen unsere Augen vor Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen nicht verschließen, sondern praktische Hilfe leisten.

Wir verstehen unser Handeln nicht als religiöse Pflicht und distanzieren uns ausdrücklich von manipulativer oder gewalttätiger Verbreitung von Glaubensinhalten. Die Eltern der teilnehmenden Kinder werden über den christlichen Hintergrund des Vereins informiert. Eine Einverständniserklärung wird in Form einer Anmeldung zum Programm gewährleistet.

Der christliche Glaube stellt keine Zugangsbedingung zu unseren Angeboten dar. Wir wollen jeden Menschen unabhängig von Herkunft, Biographie, Geschlecht, Religion und Kultur gleich behandeln und ihm mit Respekt und Wertschätzung begegnen.

Ehrenamtliches Engagement

Unsere Struktur einer breiten ehrenamtlichen Basis begünstigt Integrationsarbeit: Im Rahmen von ehrenamtlichem Engagement findet eine unmittelbare Übertragung der praktischen Erfahrungen in den Alltag aller Beteiligten statt. Mit unserer Arbeit möchten wir zudem den gesellschaftlichen Diskurs über Religion und Glaube, soziale Verantwortung, Rassismus sowie über Ausgrenzung fördern. Das geschieht dann besonders gut, wenn viele Menschen involviert sind.

Unsere Mitarbeiter*innen durchlaufen einen Einführungsprozess. Dazu zählt die Teilnahme an einem Einführungsgespräch und einem Intro, bei dem grundlegende Werte und Arbeitsweisen besprochen werden. Kontinuierliche Begleitung findet im Rahmen von Schulungen und Reflexionssitzungen statt.

Wir setzen folgende Schlüsselqualifikationen der Mitarbeitenden voraus: Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Zuverlässigkeit, soziale-, interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen sowie die Fähigkeit persönliche Grenzen zu definieren und zu kommunizieren

Diakonisches Handeln

Mit unserer Arbeit zielen wir darauf ab, der strukturellen Benachteiligung und persönlichen Resignation der Geflüchteten in Freiburg entgegenzuwirken. Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen sehen sich mit einer enormen Bewältigungsherausforderung konfrontiert: Sie sind auf unterschiedlichsten Wegen nach Freiburg gekommen. In vielen Fällen bringen sie nicht nur eine belastende Fluchterfahrung mit sich. In der Gegenwart müssen sie oftmals mit einem unklaren Aufenthaltsstatus leben. Diese Entwurzelungserfahrung aus dem Herkunftsland und die gleichzeitig unklare Bleibeperspektive bringt eine enorme psychosoziale Herausforderung in sich. Diese Existenz im „Dazwischen“ - in Freiburg - gilt es mit den Kindern und Jugendlichen auf die bestmöglichste Art und Weise zu gestalten.

Für unser Handeln bedeutet dies: Wir begegnen den Menschen lebensweltorientiert auf persönlicher Ebene und nehmen sie in ihren individuellen Alltags- und Lebensweltbezügen wahr. Vorrangiges Ziel ist die Förderung und Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen zur Erweiterung des individuellen Handlungsspielraumes. Damit befähigen wir sie, ihr Leben aktiv zu gestalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Organisationskultur und Handlungsbausteine

Unser Handeln ist auf Nachhaltigkeit, Transparenz, Qualität und Wirkungsorientierung ausgerichtet. Unsere Mitarbeiter*innen fördern wir gabenorientiert. Die Vereinsstruktur ist geprägt von flachen Hierarchien, lebendiger Demokratie und Wertschätzung des Einzelnen.

Mit den Angeboten wird die gesellschaftliche Teilhabe der Geflüchteten gestärkt. Dabei steht der Dialog über Glaube und Religion, die Förderung von Bildung, Gesundheit, Selbstwert, sozialen und interkulturellen Kompetenzen im Fokus des Handelns. Dies impliziert auch den Erwerb von  lebenspraktischer Erfahrung, Konfliktfähigkeit, sinnvoller Freizeitgestaltung und der Aufbau eines tragfähigen Beziehungsnetzwerkes.

Lebensweltorientierung

Wir begegnen den Menschen lebensweltorientiert auf persönlicher Ebene und nehmen sie in ihren individuellen Alltags- und Lebensweltbezügen wahr. Wir knüpfen bei den Heranwachsenden an vorhandene Potentiale an, stärken diese und setzen weitere Impulse für ihre Entwicklung. Vorrangiges Ziel ist die Förderung und Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen zur Erweiterung des individuellen Handlungsspielraumes. Damit befähigen wir sie, ihr Leben aktiv zu gestalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

gewollt.begabt.geliebt

Unsere Interaktion mit den Teilnehmer*innen ist von der Überzeugung geprägt, dass jeder Mensch gewollt, begabt und geliebt ist. (Ps. 29,11).

Kooperationspartner

Gemeinsam können wir viel mehr verändern, als alleine. Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist fester Bestandteil unserer Arbeit: Unsere Partner sind Schulen, freie Bildungseinrichtungen, Vereine, Erlebnispädagogen und Kirchen.